Abfluss verstopft?
Rohrreinigung rund um die Uhr

Rohrverstopfungen vorbeugen

So vermeiden Sie Rohrverstopfungen

Die meisten Rohrverstopfungen entstehen nicht plötzlich, sondern bauen sich über Wochen und Monate auf, weil sich immer wieder kleine Mengen Fett, Haare oder Ablagerungen an denselben Stellen im Rohr festsetzen. Wer diesen schleichenden Prozess unterbricht, kann den Großteil aller Verstopfungen von vornherein vermeiden.

Ein einfacher, aber wirksamer Baustein ist regelmäßiges Nachspülen mit heißem Wasser nach dem Abwasch oder Duschen: Es hält frische Fettreste flüssig genug, damit sie erst gar keine Gelegenheit bekommen, sich an den Rohrwänden festzusetzen. Auch ein Ablaufsieb im Küchen- und Duschabfluss ist eine kleine, aber effektive Investition, die grobe Partikel und Haare zuverlässig abfängt, bevor sie überhaupt ins Rohr gelangen. Wer zusätzlich alle paar Monate den Siphon unter Waschbecken und Spüle löst und reinigt, entfernt Ablagerungen, bevor sie sich zu einer echten Verstopfung entwickeln können. Bei älteren Gebäuden oder bekannten Problemzonen lohnt sich außerdem eine regelmäßige, vorbeugende Rohrreinigung durch einen Fachbetrieb, statt erst auf die akute Verstopfung zu warten.

Ein weiterer, oft unterschätzter Faktor ist die Nutzungsgewohnheit im gesamten Haushalt: Werden Küche, Bad und Toilette von mehreren Personen genutzt, addieren sich kleine, an sich harmlose Mengen an Fett, Haaren und Ablagerungen deutlich schneller zu einer echten Verstopfung, als es bei einem Single-Haushalt der Fall wäre. Ein kurzer, gemeinsamer Blick in der Familie darauf, was über welchen Abfluss entsorgt wird, macht hier oft schon einen spürbaren Unterschied. Wer zusätzlich einmal im Jahr die gesamte Grundstücksentwässerung mit einer Kamerainspektion kontrollieren lässt, erkennt schleichende Probleme, bevor sie sich zu einer teuren Verstopfung oder gar einem Rückstau entwickeln. Diese Investition in eine regelmäßige, vorbeugende Kontrolle zahlt sich in aller Regel schon nach dem ersten vermiedenen Notdiensteinsatz aus, da die Kosten für eine geplante Wartung deutlich geringer ausfallen als für eine akute Reparatur unter Zeitdruck. Wer sich diese jährliche Kontrolle fest im Kalender einträgt, gerät seltener in die Situation, überhaupt auf einen teuren Notdiensteinsatz angewiesen zu sein. Auf lange Sicht zahlt sich diese kleine, regelmäßige Investition in nahezu jedem Haushalt spürbar aus, ganz gleich ob es sich um ein neu gebautes oder ein älteres Gebäude handelt.

Was gehört nicht in den Abfluss?

Neben Fett und Öl gehört eine ganze Reihe weiterer Dinge nicht in den Abfluss, auch wenn sie sich zunächst unproblematisch anfühlen. Kaffeesatz etwa quillt in Verbindung mit Wasser auf und lagert sich gerne an vorhandenen Fettresten an. Reis und Nudeln quellen ebenfalls weiter auf, selbst nachdem sie das Rohr bereits erreicht haben, und können so einen zunächst unauffälligen Engpass zu einer vollständigen Verstopfung werden lassen.

In der Toilette sind es vor allem Feuchttücher, Wattestäbchen, Hygieneartikel und Katzenstreu, die trotz gegenteiliger Werbeversprechen kaum in sinnvoller Zeit zerfallen und sich stattdessen im Rohr oder sogar erst im Kanal zu größeren Verklumpungen zusammenballen. Auch Medikamentenreste sollten grundsätzlich nicht über die Toilette entsorgt werden – nicht nur wegen des Verstopfungsrisikos, sondern auch aus Gewässerschutzgründen. Im Zweifel gilt: Was fest ist oder aufquellen kann, gehört in den Restmüll statt in den Abfluss.

Auch vermeintlich harmlose Alltagsgegenstände wie Verpackungsreste von Kosmetikprodukten, Pflaster oder kleine Spielzeugteile landen erstaunlich häufig versehentlich im Abfluss oder in der Toilette und können dort zu unerwarteten Blockaden führen, insbesondere in Haushalten mit kleinen Kindern. Ein einfacher, aber wirksamer Grundsatz hilft hier weiter: Alles, was nicht Wasser, menschliche Ausscheidungen oder klassisches Toilettenpapier ist, gehört grundsätzlich nicht in die Toilette – selbst wenn Produkte explizit als "abflussfreundlich" oder "biologisch abbaubar" beworben werden, zersetzen sie sich in der kurzen Zeit auf dem Weg durch das Rohrsystem in aller Regel nicht ausreichend.

Fett im Abfluss vermeiden

Fett ist der mit Abstand häufigste Auslöser für Rohrverstopfungen in der Küche, da es beim Abkühlen fest wird und dabei andere Partikel wie ein Klebstoff bindet. Bratfett, Butter, Soßenreste und Frittieröl sollten deshalb grundsätzlich nie direkt in den Ausguss gegeben werden, selbst wenn sie noch flüssig erscheinen.

Bewährt hat sich, Fett und Öl nach dem Kochen zunächst in einem alten Gefäß oder auf Küchenpapier auffangen zu lassen und erst nach dem vollständigen Abkühlen über den Restmüll zu entsorgen. Größere Mengen Altöl, etwa aus der Fritteuse, gehören idealerweise zum Wertstoffhof oder in speziell dafür vorgesehene Sammelbehälter. Auch beim Abspülen von Tellern und Pfannen hilft es, gröbere Fettreste vorher mit einem Tuch abzuwischen, statt sie direkt mit dem Spülwasser in den Abfluss zu geben – das reduziert die Fettmenge im Rohr spürbar und beugt Ablagerungen langfristig vor.

Auch beim Kochen selbst lässt sich vorbeugen: Wer Pfannen und Töpfe nach fettreichen Gerichten zunächst grob mit Küchenpapier auswischt, bevor sie ins Spülbecken kommen, reduziert die insgesamt ins Abwasser gelangende Fettmenge über die Zeit erheblich. Gerade in Haushalten, die häufig braten oder frittieren, summiert sich diese kleine Gewohnheit über Monate hinweg zu einem spürbaren Unterschied bei der Rohrgesundheit. In gewerblichen Küchen ist ein Fettabscheider ohnehin vorgeschrieben – im privaten Haushalt übernimmt diese Funktion im Kleinen genau dieses bewusste Vermeiden von Fett im Spülwasser.

Haare aus dem Abfluss entfernen

Haare verfangen sich besonders leicht in Dusch- und Badewannenabflüssen, wo sie sich mit Seifenresten zu zähen Klumpen verbinden, die den Wasserabfluss zunehmend behindern. Ein einfaches, engmaschiges Ablaufsieb fängt die meisten Haare bereits ab, bevor sie überhaupt ins Rohr gelangen, und lässt sich leicht regelmäßig leeren.

Haben sich bereits Haare im Siphon oder im oberen Rohrbereich festgesetzt, lassen sie sich oft mit einem speziellen, mit kleinen Widerhaken versehenen Reinigungswerkzeug herausziehen, ohne den Abfluss demontieren zu müssen. Auch eine Pinzette kann bei gut erreichbaren Ablaufsieben nützlich sein. Wichtig ist, das Ablaufsieb nach jedem Duschen oder Baden kurz zu kontrollieren und zu leeren – dieser kleine, wenige Sekunden dauernde Handgriff verhindert die meisten haarbedingten Verstopfungen zuverlässig, bevor sie überhaupt entstehen können. Wer bislang kein Ablaufsieb verwendet hat, wird meist überrascht sein, wie viele Haare sich tatsächlich pro Woche ansammeln – ein deutlicher Beleg dafür, wie wirksam diese einfache Vorbeugemaßnahme in der Praxis tatsächlich ist.

Besonders in Haushalten mit langen Haaren oder mehreren Personen, die dasselbe Bad nutzen, lohnt sich zusätzlich ein Blick auf den Bodenablauf in der Dusche, falls vorhanden – hier sammeln sich Haare oft unbemerkt in größerer Menge an, da das Sieb kleiner und leichter zu übersehen ist als am klassischen Abfluss. Wer regelmäßig auch diesen Bereich mit reinigt, verhindert, dass sich hier über Monate hinweg ein unbemerkter Ablagerungsherd bildet, der irgendwann auch benachbarte Abflüsse in Mitleidenschaft zieht.

Zusammenfassung

Die meisten Rohrverstopfungen lassen sich mit ein paar einfachen Gewohnheiten im Alltag vermeiden. Wir zeigen, worauf es ankommt.

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