Kanalprobleme nach Starkregen
Starkregenereignisse bringen selbst gut dimensionierte Kanalnetze kurzzeitig an ihre Kapazitätsgrenzen, da innerhalb kurzer Zeit deutlich mehr Wasser abgeführt werden muss als üblich. Ist der eigene Grundstücksanschluss bereits durch Ablagerungen oder Wurzeleinwuchs verengt, macht sich das gerade in solchen Momenten besonders deutlich bemerkbar – etwa durch Rückstau in tiefliegenden Abläufen oder ungewöhnlich langsamen Wasserabfluss noch Tage nach dem eigentlichen Regenereignis.
Nach einem Starkregenereignis lohnt sich deshalb eine kurze Kontrolle: Läuft das Wasser in Keller oder Bad spürbar langsamer ab als vor dem Regen, oder ist an Bodenabläufen ein leichter Feuchtigkeitsrand zu erkennen, der auf kurzzeitigen Rückstau hindeutet? Auch ein Blick auf die Funktion einer vorhandenen Rückstauklappe ist sinnvoll, da diese im Ernstfall stark beansprucht wurde.
Zeigen sich nach mehreren Starkregenereignissen wiederholt ähnliche Symptome, deutet das auf eine bereits eingeschränkte Kapazität der eigenen Grundstücksentwässerung hin. In diesem Fall schafft eine Kamerainspektion Klarheit, ob Ablagerungen, Wurzeleinwuchs oder ein baulicher Mangel die Ursache sind, bevor beim nächsten Starkregen tatsächlicher Schaden entsteht. Da Starkregenereignisse regional sehr unterschiedlich auftreten, lohnt sich diese Kontrolle besonders in Gebieten, die in den letzten Jahren bereits mehrfach betroffen waren, auch ohne dass bislang sichtbare Schäden aufgetreten sind. Eine solche vorausschauende Kontrolle ist in aller Regel deutlich günstiger als die Beseitigung eines tatsächlich eingetretenen Wasserschadens.
Zusammenfassung
Nach Starkregen zeigen sich Schwächen in der Kanalisation oft erst mit Verzögerung. Worauf Sie danach achten sollten.
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